Studie «Altersfreundliche Umgebungen in der Schweiz»
Studie «Altersfreundliche Umgebungen in der Schweiz»
Die vom Forschungsinstitut gfs.bern durchgeführte Studie im Jahr 2020 liefert erstmals eine gesamtschweizerische Bestandsaufnahme zur strategischen Altersarbeit in den Schweizer Gemeinden. Die wichtigsten Ergebnisse in Kürze:
- Rund die Hälfte der Gemeinden verfügt über eine Stelle oder verantwortliche Person für die Alterspolitik.
- Mehr als die Hälfte der Gemeinden verfügt über ein eigenes oder ein gemeindeübergreifendes Leitbild für die Alterspolitik oder plant dessen Erarbeitung.
- Mehr als ein Drittel der Gemeinden nutzt auch kantonale Steuerungsinstrumente wie beispielsweise Altersstrategien als Referenzrahmen.
- Im Vordergrund stehen Kernaufgaben wie die Pflege und Betreuung, die soziale Integration sowie die gesellschaftliche Partizipation.
- Je nach Region und räumlicher Typologie zeigen sich unterschiedliche Entwicklungstendenzen: Je urbaner die Gemeinde, desto umfassender die Alterspolitik.
- Die Mehrheit der Gemeinden bietet den Seniorinnen und Senioren bislang keine direkte Mitgestaltungsmöglichkeiten in der Alterspolitik. Im Vordergrund der Formen der Partizipation steht die Mitarbeit in Vereinen oder in Alterskommissionen.
- Den grössten Handlungsbedarf orten die Gemeinden in den Bereichen Wohnen, öffentlicher Verkehr und Mobilität sowie bei den Gesundheits- und Unterstützungsdienstleistungen (Pflege und Betreuung). Dazu gehören insbesondere der bezahlbare und altersgerechte Wohnraum sowie die altersfreundlichen Infrastrukturen (u.a. Arztpraxis, Einkaufsmöglichkeiten).
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